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Europa im Fokus: Desay SV Europe expandiert

Presse

Mit großen Plänen startet der Antennen- und Elektronikspezialist Desay SV Automotive Europe ins Jahr 2023. Der Mittelständler, ursprünglich Antennentechnik Bad Blankenburg, gehört seit März 2019 zum chinesischen Konzern Desay SV und will bis Ende des Jahrzehnts rund 500 Millionen Euro Umsatz erreichen. 2022 hatte der Zulieferer aus Weimar etwa 30 Millionen Euro Umsatz erzielt. 2023 soll die Mannschaft laut Managing Director Michael Weber um 100 auf rund 300 Mitarbeiter aufgestockt werden. Zu den Wettbewerbern des Zulieferers gehören Continental, Joy-next oder Harman Becker.

Weber verweist bei seinen Wachstumsplänen auf die gute Auftragslage. „Als Desay SV Europe haben wir in den Jahren 2021 und 2022 in Summe 20 Projekte im Automobilbereich gewonnen.“ Darunter ein Auftrag mit einem Umsatzvolumen von 500 Millionen Euro.

Der Manager erwartet in Europa „vor allem Wachstum im Bereich Smart Cabin“. Auch das Thema Fahrerassistenz gewinnt deutlich an Relevanz. „Die Lösungen unseres Mutterkonzerns werden dabei auf den europäischen Markt angepasst“, sagt Weber.

Das Zentrum für die Antennenentwicklung ist in Weimar. Die Elektronik- und Softwareplattform für die „Smart Antenna“ wird in China entwickelt und durch technische Spezialisten am Firmensitz in Thüringen an die Kundenbedürfnisse angepasst. Das Produkt- und Projektmanagement wird laut Weber „in Weimar durchgeführt und verantwortet“.

Desay SV Europe will in diesem Jahrzehnt ein europäisches Produktionswerk für seine Elektronik- und Displayfertigung bauen. „Die Kunden wünschen grüne und robuste Lieferketten“, betont Weber. Zudem will der Zulieferer in Weimar eine abgeschirmte 3-D-Antennen-Messkammer bauen. Mitte 2025 soll die Anlage in Betrieb genommen werden. Der Spatenstich ist für September 2023 geplant.